15.02.2007
Am 15.Februar lud die Galerie „Le Cube“ des Österreich-Informationszentrums in
Rabat zur ersten Vernissage in diesem Jahr. Präsentiert wurden Werke der
deutschen Künstlerin Ulrike Weiss, die zurzeit an der Ecole des Beaux Arts in
Tetouan unterrichtet.
Im Mittelpunkt
der Ausstellung steht die Installation „Chambre de fille“, eine mit
transparenten Mädchen- bzw. Märchenfiguren aus Grimms Märchen durchbrochene
Projektion, die den Hauptraum der Galerie in ein bizarres Wechselspiel von
Licht und Schatten taucht. Der Betrachter, der durch einen leichten Tüllvorhang
vom „Mädchenzimmer“ getrennt bleibt, sieht Lichtreflexe über die dunklen Wände
huschen, ein Windhauch bewegt die Figurinen, der gesamte Raum bewegt sich
märchenhaft.
Daneben
umfasst die Ausstellung eine Reihe an feinen Tuschezeichnungen, die das Thema
der jungfräulichen Mädchen bzw. die in der Installation angedeutete scheinbare
Tugendhaftigkeit wieder aufnimmt. „Blond venus“ nennt sich ein Bildzyklus von
acht Zeichnungen, „Histoires de fille“, also Mädchengeschichten, eine Auswahl
an Einzelarbeiten.
Ulrike Weiss lebt und arbeitet zwischen Freiburg und Rabat. Neben
ihrer Professur an der Kunsthochschule in Freiburg lehrt sie an diversen
Kunsteinrichtungen in Marokko, u.a. an der Ecole des Beaux Arts in Tetouan.
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Die
Künstlerin Ulrike Weiss, links |
„Chambre de fille“ |
Bildzyklus „Blond venus“ |