06.04.2006
Wie jeden ersten Donnerstag des Monats fand am 6.April eine Vernissage zur
Ausstellung der marokkanischen Künstlerin Jamila Lamrani in der Galerie „Le
Cube“ des Österreich-Informationszentrums in Rabat statt.
Inspiriert
durch ihren 4-monatigen Aufenthalt in der Cité des Arts in Paris präsentierte
die Künstlerin zum ersten Mal eine Video-Installation, die sich mit der
Beziehung von Raum und Körper auseinandersetzt. In Zusammenarbeit mit der
französischen Tänzerin Christine Quoiraud entstand eine Performance, die durch
ihre absolute Stille und Transparenz beeindruckt. „Pssst…macht der Stille
Platz, dem Gesang des transparenten Körpers im schwerelosen Raum“, so der
begleitende Kommentar zur Installation. Der Betrachter sieht die Video-Installation
durch ein gespanntes Netz an Seidenfäden, welches den Eingang zur Galerie
bedeckt.
Dieses Element des Verknüpfens, des
Spannens von feinen Fäden ist ein besonderes Kennzeichen Jamila Lamranis Arbeit,
mit Hilfe dessen sie versucht, Elemente wie Kraft und Zerbrechlichkeit, Äußeres
und Inneres zu verbinden und so aus leeren Räumen ihr eigenes Universum zu
konstruieren.
Die Besucher, die zur Vernissage zahlreich erschienen,
konnten darüber hinaus eine Reihe an kleinformatigen Arbeiten bewundern, in
denen die Künstlerin mit unterschiedlichen Materialien wie Seidenfäden, Perlen,
Klebstoff und Seidenpapier experimentierte.
Jamila Lamrani lebt und arbeitet in Salé und stellt sowohl
in Marokko als auch im Ausland aus. Ihre letzte Ausstellung fand im Rahmen
ihres Aufenthaltes in Paris statt.
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Video-Installation
„Sans titre“ |
Kleinformatige Werke von Jamila
Lamrani |
Besucher der Vernissage im“ Cube“ |