05.01.2006
Das Jahr 2006 begann mit der Einzelausstellung des marokkanischen Künstlers
Hassan Echair in der Galerie Le Cube des Österreich-Informationszentrums. Zu
der am 5. Jänner stattgefundenen Vernissage erschienen zahlreiche
Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Diplomatie.
Unter dem Ausstellungstitel „Ligatures“ zeigte Echair eine
Installation aus weißumhüllten Bambusrohren, die durch schwarze Schnur
zusammengehalten und zwischen Boden und Plafond eingeklemmt sind. Die Dichte
der aneinander gereihten Rohre lässt an eine Art Wald erinnern, dessen Bäume
durch das einströmende Licht Schattenspiele an die Wand werfen.
Neben der Installation, die den Hauptraum der Galerie
einnimmt, befindet sich im Gang eine Serie von 15 Arbeiten auf Papier, die
dicht nebeneinander gereiht sind und so den Eindruck eines zusammenhängenden
Bandes ergeben. Die schwarzen Kreise in jedem der Bilder spiegeln das Gesicht
des Betrachters wider und lassen somit den Betrachter des Bildes zum Betrachter
seiner selbst werden.
Hassan Echair lebt in Tétouan und unterrichtet dort u.a.
an der Ecole des Beaux-Arts. Sein Werk ist stark von der ständigen Präsenz des
europäischen Kontinents, der von seinem Heimatdorf im Norden Marokkos in
unmittelbarer Sichtweite liegt, beeinflusst.
Seinen Schaffensprozess beschreibt er als Vorgang, bei dem „man ein Loch
in die Erde gräbt; wenn man es von weit weg betrachtet, ist es ein einfaches
Loch im Boden, doch wenn man näher an das Loch herangeht, ist es jedes Mal
etwas tiefer.“
Echair stellt sowohl in Marokko als auch im Ausland aus.
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Die Ausstellung in der Galerie „Le Cube“ |
Die Installation
„Ligatures“ von Hassan Echair |
Echair mit
Künstlerkollegen Fouad Belamine, Philippe Cazal, etc. |