04.05.2006
Am 4. Mai fand im Rahmen des Ausstellungszyklus der Künstlergruppe „Collectif
212“ zum sechsten Mal eine Vernissage statt, die den Auftakt der Ausstellung
von Amina Benbouchta bildete. Die interessierten Besucher aus Kunst, Politik
und Diplomatie, die sich zahlreich in der Galerie „Le Cube“ des
Österreich-Informationszentrums eingefunden hatten, konnten die neuesten Werke
der renommierten franko-marokkanischen Künstlerin bewundern.
In ihren
Arbeiten stellt Amina Benbouchta die traditionelle Darstellungsweise von Gegenständen
wie einem Tisch, einem Stuhl oder anderen konventionellen Objekte des Alltags
in der Malerei in Frage, in dem sie die Elemente aus ihrem herkömmlichen
Kontext hebt und sie in einen nicht mehr definierten Raum stellt. In ihrer
Installation bildet ein mit Metallkabeln umwickelter Tisch aus Eisen den
Mittelpunkt, ein überdimensional proportionierter Stuhl schwebt im Raum–
alltägliche Objekte, die nicht mehr Teil des traditionellen Wandbildes sind,
sondern aus diesem gehoben werden. Vielmehr tritt der Besucher in das
dreidimensionale Bild hinein und wird Teil von diesem.
Neben
der Installation umfasst die Ausstellung eine Reihe an Gemälden auf Stoff und
kleinformatigen Arbeiten in Acryl sowie ein Tryptichon aus weißem Gips. Ihre
Gemälde spiegeln wie auch die Installation Benbouchtas Auseinandersetzung mit
der Frage der Darstellung von Gegenständen und deren Relation zum Raum wider.
Amina Benbouchta lebt und arbeitet in Casablanca und nimmt
regelmäßig an internationalen Ausstellungen teil.
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Installation
im Cube |
Arbeiten auf Papier und Stoff |
A. Benbouchta beim Aufbau der
Installation |